Ein alternativer Weg ins Unternehmertum
So funktioniert das Search Fund Modell
Bei einem Search Fund werben ein oder zwei Jungunternehmer – die sogenannten „Searcher" – zunächst Eigenkapital von einer Gruppe erfahrener Investoren (oft 10–15 Parteien) ein. Dieses Kapital finanziert eine fokussierte, rund zweijährige Suche nach dem richtigen Unternehmen.
In der Suchphase suchen die Searcher nach einem attraktiven, gesunden und profitablen Unternehmen – idealerweise mit stabilen wiederkehrenden Umsätzen, treuen Kunden und klarem Wachstumspotenzial. Typischerweise handelt es sich um kleine Unternehmen mit einem EBITDA von 1–4 Mio. EUR p.a. in fragmentierten Märkten. Häufigster Verkaufsgrund: eine ungeregelte Nachfolgesituation.
Sobald ein passendes Unternehmen gefunden und eine professionelle Due-Diligence abgeschlossen wurde, werden die Investoren eingeladen, die Akquisition zu begleiten. Jeder Investor hat das Recht, aber nicht die Pflicht, entsprechend seinem pro-rata-Anteil aus der Suchphase zu investieren.
Nach dem Erwerb übernehmen die Searcher die Geschäftsführung und werden ab diesem Zeitpunkt „CEOs" genannt und entwickeln das Unternehmen mit unternehmerischem Antrieb gezielt weiter. Ziel ist substanzielles, profitables Wachstum und eine nachhaltige Wertsteigerung.
Während der gesamten Zeit stehen die Investoren als Mentoren mit Erfahrung, Netzwerk und strategischer Begleitung zur Seite. Mit Erreichen definierter Performance-Metriken werden die Searcher zu den größten Gesellschaftern des Unternehmens und führen es langfristig als echte Eigentümer weiter.
Ein Search Fund durchläuft dabei typischerweise diese fünf klar definierte Phasen:
